Rostock
Alte Universitäts- und Hansestadt
Ein Grund, uns für das Urlaubsziel Warnemünde zu entscheiden, war auch die nahe gelegene Hansestadt Rostock. Wir mögen es, im Urlaub eine möglichst attraktive Stadt in Reichweite zu haben, die wir möglichst stressfrei erreichen und durchstreifen können.
Flair genießen
Wir entwickeln dabei nicht den Ehrgeiz, eine Stadt komplett kennen zu lernen, jedes Museum, jede Kirche zu besichtigen und die Geschichte jedes Gebäudes zu erfahren. Wir wollen vielmehr das Flair, das eine Stadt verströmt, einatmen. Deshalb ziehen wir es vor, uns allenfalls grob durch einen Reiseführer und einen Stadtplan geleitet eine Stadt zu durchstreifen, uns ab und zu in einem netten Café auf einem schönen Platz nieder zu lassen und uns ggf. punktuell das eine oder andere, das uns gerade gefällt oder auffällt näher anzuschauen, wenn wir gerade Lust dazu verspüren. Erwarte deshalb hier keine komplette Stadtbeschreibung
In 20 Minuten mit der S-Bahn
Es hat sich herausgestellt, dass wir mit unserer Wahl richtig lagen. Die 200.000-Einwohnerstadt Rostock liegt nur rund 20 km von Warnemünde entfernt und ist mit der S-Bahn im 20 Minutentakt bequem zu erreichen. Ein Tagesticket für den öffentlichen Nahverkehr (4,30 € pro Person) berechtigt zur unbeschränkten Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel, also neben der S-Bahn auch der Busse, des gut ausgebauten Straßenbahnnetzes und der Warnowfähre bei Warnemünde . 20 Minuten S-Bahn und anschließend drei Stationen mit der Straßenbahn vorbei am Steintor, einem ehemaligem Stadttor, schon befinden wir uns mitten im Herzen Rostocks.
Im Herzen Rostocks
Am neuen Markt, einem rechteckigen schön gestalteten zentralen Platz, auf dem auch der Wochenmarkt stattfindet, pulsiert Rostocks Herz. Beherrscht wird dieser teilweise von prächtigen Giebelhäusern eingerahmte Platz durch das 700 Jahre alte mächtige Rathaus.
An der Nordseite des Platzes fällt unweigerlich der Blick auf den hinteren Teil des Längsschiffes der wuchtigen Marienkirche, die wohl schönste und bedeutendste Kirche Rostocks schlechthin, so zumindest die Angaben unseres Reiseführers. Auch die wohl kostbare Innenausstattung konnten wir nicht besichtigen. Wir hatten die Besichtigung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben und dann einfach vergessen
Universitätsplatz
Ein Bummel durch die recht attraktiv gestaltete Fußgängerzone mit den für Städte dieser Größenordnung üblichen Angeboten an Geschäften, Boutiquen, Warenhäusern, Restaurants, Cafés etc. in Richtung Universitätsplatz vermittelt uns einen Eindruck von der für Rostock typischen Backsteingotik. Seinen Namen hat dieser mit einem schönen Brunnen versehene Platz von seinem repräsentativen Hauptgebäude an der Westseite, der Universität, mit ihrer prunkvollen Fassade. Sie soll eine der ältesten Universitäten Deutschlands sein.
Rostocks Szeneviertel
Etwas weiter westlich fällt unser Blick auf das imposante Kröpeliner Tor, eines von einst 22 Stadttoren, zu denen auch das schon erwähnte Steintor gehört. Dieses mächtige Bauwerk in Backsteingotik bildet den Abschluss der Kröpeliner Straße, der Flaniermeile Rostocks. Gleich dahinter gelangen wir zum Doberaner Platz. Hier soll das Szeneviertel Rostocks sein. Bei unseren Besuchen, die alle tagsüber stattfanden, haben wir davon allerdings nicht viel gesehen. Vielleicht hätten wir abends mal herkommen sollen.
Der Stadthafen
Nördlich des Stadtzentrums liegt der Stadthafen. Die Breite Straße und in der Verlängerung die mit Bäumen und einem stilisierten Wasserlauf hübsch gestaltete Schnickmannstraße führen uns vom Universitätsplatz in Richtung Norden dorthin.
Seine Bedeutung als Warenumschlagsplatz, an die ein alter wohl historischer Hafenkran erinnert, hat der Stadthafen heute verloren. Er dient heute eher als Anlegestelle für Fahrgastschiffe. Von hier aus lassen sich Hafenrundfahrten bis nach Warnemünde unternehmen. Geprägt wird das Hafenbild von einigen Segelschiffen und Yachten, von den riesigen Getreidespeichern im Osten und von zahllosen Restaurants und Kneipen.