Die Entwicklung
Von der Industrie zum Tourismus
Die Entwicklung von einer Industriestadt hin zu einem schmucken Fremdenverkehrsort. War Rodalben früher durch Landwirtschaft geprägt, gewann die Schuhindustrie im Schatten der nahen "Deutschen Schuhmetropole" Pirmasens immer mehr an Bedeutung. Es entstanden eine Ledergerberei und eine Vielzahl von Schuhfabriken,
teils stattliche Betriebe mit einigen Hundert Beschäftigten, teils Kleinstbetriebe, in denen nur der Inhaber selbst zusammen mit seiner Familie z. B. im eigenen Keller Schuhe fabrizierte (sogenannte Knappler). In der Blütezeit soll es in Rodalben auf rund 60 Schuhfabriken gebracht haben. Ich selbst kann mich noch an Zeiten mit mehr als 30 Schuhfabriken erinnern.
Niedergang der Schuhindustrie
Das Stichwort Globalisierung ist heute in aller Munde. Wir in der Südwestpfalz und auch in Rodalben sind schon lange damit konfrontiert, ging doch damit der Niedergang der Schuhindustrie einher. Sind es heute Länder aus Fernost die mit Niedriglöhnen, niedrigem sozialem Standart und daraus resultierenden Dumpingpreisen dem Standort Deutschland zu schaffen machen, waren das für die Schuhindustrie anfangs südeuropäische Länder wie beispielsweise Italien und Portugal. Auch kam später hier der ferne Osten wie Formosa, das heutige Taiwan, hinzu.
Dies führte zwangsläufig dazu, dass nicht nur in Rodalben eine Schuhfabrik nach der anderen ihre Produktion ins Ausland verlagerte oder aber auch ganz einstellte. Dadurch verlor die Schuhfabrikation in Rodalben an Bedeutung, der Schwerpunkt verlagerte sich auf den Bereich des Schuhandels.
Wachsende Bedeutung des Fremdenverkehrs
Die in den letzten Jahren steigenden Übernachtungszahlen belegen es, der Fremdenverkehr wird für Rodalben immer wichtiger. Grundlage ist das wichtigste Kapital Rodalbens. Zum Glück verfügt Rodalben, auch "Tor zum Pfälzer Wald" genannt, über eine herrliche Umgebung. Es ist in ein schönes Tal eingebettet und in Mitten von herrlichem Wald. Ein riesiges gut ausgeschildertes Wanderwegenetz umgibt die Stadt. Wichtigstes Kapital dabei trotz inzwischen beachtlicher Übernachtungszahlen ist die Ruhe. Auf unseren vielen, ausgedehnten Wanderungen um Rodalben treffen wir selten auf Menschen. Eine ideale Möglichkeit, sich von der Hektik des Alltags zu erholen.