Avignon
Ein Hauch von Geschichte
Wir hatten uns für unsere diesjährige Reise als Etappenziel Avignon ausgesucht, das wir schon immer mal besuchen wollten. Diese 88.000 Einwohnerstadt liegt am östlichen Ufer der Rhône. Ihre besondere Bedeutung verdankt die Stadt ihrer Geschichte. Im 14. Jahrhundert verlegte Clemens V. die Kurie der katholischen Kirche von Rom nach Avignon.
Immerhin für 70 Jahre fungierte Avignon für insgesamt sieben Päpste (und zwei Gegenpäpste) als Papstsitz. Der wuchtige, wehrhafte auf einem Felsen errichtete Papstpalast, der die mittelalterliche Altsstadt dominiert, zeugt noch heute davon.
Romantische Altstadt
Der Papstpalast ist zweifellos das Highlight der schönen, romantischen, recht ausgedehnten, mittelalterlichen Altstadt, die komplett von einer mächtigen Stadtmauer umschlossen wird. Aber auch die unmittelbar neben dem Palast liegende Kathedrale „Notre-Dame-des-Doms“ ist unbedingt einen Besuch wert. Das Gleiche gilt für den Park, der sich hinter der Kathedrale und seitlich des Palastes zum Gipfel des „Rocher des Doms", des Felsen, auf dem auch die beiden Gebäude stehen, hinaufzieht.
Einmal oben angekommen genießt man eine herrliche Aussicht über die Provence bis hin zu den noch schneebedeckten Gipfeln der Alpen. Aber auch sonst ist die Stadt voll mit Kirchen und Museen, genügend „Stoff“ für vielleicht einen künftigen längeren Aufenthalt. Abgesehen von der Kultur finden wir in dem Gewirr von Gassen und Gässchen, Sträßchen und Plätzen in der Altstadt eine Vielzahl von guten Boutiquen, Souvenirläden, edle und weniger edle Restaurants, Cafés, Bars und und und... Besonders erwähnenswert finden wir das Zentrum von Avignon, den „Place de l’Horloge“ in der Nähe des Papstpalastes. Auf diesem lebendigen, stimmungsvollen Platz, etwa in einem der vielen Cafés oder Restaurants im Schatten von Plantanen lässt sich wunderbar das französische, mediterrane Flair genießen.
Sur le pont d’Avignon
Wer kennt es nicht, das Kinderlied „Sur le pont d’Avignon on y danse tout on rond...“? Natürlich erwiesen wir auch dieser wohl berühmtesten Brücke Frankreichs, die eigentlich " Pont St-Bénézet-Pont d’Avignon" heißt, unsere Referenz.
Das markante Bauwerk liegt außerhalb der Stadtmauer am Fuß des Rocher des Doms. Ursprünglich verband sie Avignon mit dem auf der anderen Seite der Rhône gelegenen Villeneuve-lès-Avignon. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die Brücke teilweise zerstört, so dass sie heute nur noch knapp bis in die Mitte der Rhône hineinragt. Sowohl die Brücke als auch die Altstadt gehören mittlerweile zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Der päpstliche Wein
Châteauneuf-du-Pape
Weltruhm erlangte das Dörfchen durch seinen gleichnamigen Wein, einer der großen Weine Frankreichs. Dies war auch der Grund, warum wir einen kleinen Abstecher in das nur knapp 15 km von Avignon entfernt gelegene 2.100 Seelen-Dorf machten.
Die päpstliche Sommerresidenz
Der mittelalterliche Weinort in einer sanften, leicht hügeligen Landschaft war früher der Sommersitz Avignons Päpste. Reste der früher wohl stattlichen Sommerresidenz auf dem Gipfelplateau des Hügels, an dessen Hang sich die romantischen, engen mit urigen Häusern umsäumten Gässchen schmiegen, sind noch Zeugen aus dieser Zeit. Geblieben ist auch der Weinbau, dessen Ursprung auf die Papst-Zeit zurückgeht.
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