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Antibes

Zum Cap der Milliardäre

Von Grasse folgen wir der Route Napoleon nach Süden in Richtung Cannes. Wir fahren durch eine herrliche Landschaft, sehen uns die Blumenfelder in der Umgebung von Grasse an und atmen den Duft der zahllosen Blüten ein.

Mougins

Nach knapp 10 km erreichen wir Städtchen Mougins, das in einer sanften Landschaft auf einem Hügel liegt, umgeben von Rosenfeldern. Das als Künstlerdorf bekannte Städtchen, in dem auch Picasso seine letzten 12 Lebensjahre verbracht hat, versprüht seinen provenzalischen Charme. Wir durchstreifen die Gassen, betrachten uns Bilder und Skulpturen in den zahlreichen Kunstgalerien und genießen die Ruhe.

Cap d’Antibes

In Mougins verlassen wir die Route Napoleon, die von hier ab nach Südwesten in Richtung Cannes verläuft. Wir wenden uns nach Osten und fahren in Richtung Cap d’Antibes. Diese lange Landzunge, die als Treffpunkt der High Society, Stars und Sternchen bekannt ist, ragt rund 4 km ins Meer hinaus.

Was uns hier besonders gut gefällt ist die zauberhafte Landschaft, die man beim Umfahren des Caps genießen kann. Ein Blick nach Westen fällt auf die weite Bucht "Golfe Juan" die von hier bis nach Cannes reicht. Herrlich blaues Wasser verläuft sich im weißen Sand der Strände, die allerdings häufig als Seebäder für zahlende Kundschaft reserviert sind. Herrlich ist auch eine Fahrt an der Küste entlang zur Spitze des Caps. Hier wird es ruhiger und erholsamer. Hier brechen sich die Wellen an Felsen, die wiederum hie und da kleinere Sandstrände begrenzen.

Juan les Pins

Auf der westlichen Seite am Beginn des bereits erwähnten traumhaften „Golfe Juan“, liegt das Seebad Juan les Pins. Zahlreiche Luxushotels und Prachtvillen mit weitläufigem Gelände haben Juan les Pins zu einem vielbesuchtem, teurem Badeort der Reichen werden lassen. Das „Vielbesucht“ haben wir am eigenen Leib zu spüren bekommen. Bei unserem ersten Besuch ist es uns auch nach längerem Suchen nicht gelungen, halbwegs zentrumsnah einen Parkplatz zu finden.

Das Städtchen hat uns auch bei einem späteren Besuch nicht sonderlich beeindruckt. Es gibt schönere Städte an der Côte d’Azur. Das Besondere von Juan les Pins liegt sicherlich in seiner reizvollen Lage und seiner Strandpromenade am Golfe Juan, die allerdings recht stark vom dahinter vorbeifließenden Straßenverkehr beeinträchtigt wird. Streng genommen gehört Juan les Pins zu der Stadt Antibes, in die es nahtlos übergeht.

Antibes

antibes_7Auf der östlichen Seite des Cap d’Antibes, das hier die weitgeschwungene bis nach Nizza reichende Bucht „Baie des Anges“ (zu deutsch: Engelsbucht) begrenzt, liegt Antibes. Rund 73.000 Menschen leben hier und im Sommer kommen sicherlich noch einige Tausend Touristen hinzu, entsprechend voll ist es hier.

antibes_6_20070704_1050850355Reizvoll fanden wir die enge, verwinkelte Altstadt, die von mächtigen Stadtmauern umschlossen ist. Sie liegt zwischen den kleinen Buchten „Anse St-Roch“ im Norden und „Anse de la Salis“ im Süden. Über der Anse St-Roche erhebt sich das mächtige Fort Carré aus dem 16. Jahrhundert, einem Überrest der alten Stadtbefestigungen. Die Kathedrale „der unbefleckten Empfängnis“ und das ehemalige Schloss Grimaldi, das eine Sammlung zeitgenössischer Kunst beherbergt, beherrschen die Altstadt.

Kommerzieller Mittelpunkt der Altstadt ist schließlich der provenzalische Markt, auf dem man alles findet, was die Region hergibt. Von hier aus lässt man sich am Besten durch die engen, verwinkelten Gassen der Altstadt treiben, vorbei an vielen Restaurants, Cafés, Boutiquen, teils mit hochwertigen Waren, teils mit touristischem Krimskrams. Kulinarischer Mittelpunkt ist sicherlich ein schattiger Platz unweit des provenzalischen Marktes, mit zahlreichen Restaurants. Auch noch einen Spaziergang wert fanden wir den großen Yachthafen von Antibes, der südlich vor der Altsstadt liegt, mit seinen sensationellen Yachten. Das ist allerdings nicht unsere Welt.

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Cagnes

Der Weg zurück nach St-Paul-de-Vence führt uns am Meer entlang in Richtung Nizza. Bereits nach wenigen Kilometern erreichen wir Cagnes sur Mer, eine nach unserem Geschmack laute, hektische unattraktive Stadt voll von überbordendem Verkehr. Zeilen darüber zu verschwenden würde sich trotz seines Renoir-Museums nicht lohnen, gäbe es da nicht „Le Haut de Cagnes", diesen malerischen, alten Ortsteil etwas abseits der Küste auf einem Bergkegel gelegen.

le_haut_de_cagnesPittoreske Häuser dicht an dicht in schmalen, engen Sträßchen schmiegen sich an den Berg. Gekrönt wird der Hügel durch ein Château, das eine Kunstsammlung beherbergt und gleichzeitig über die Olivenölgewinnung informiert. Die engen, verwinkelten Straßen und die kleinen Plätze werden sorgfältig gepflegt, Feigen, Jasmin und viele weitere Pflanzen schmücken die zauberhaften Häuschen, kleine Restaurants mit Mini-Terassen finden auch in der engsten und steilsten Gasse noch ein Plätzchen und prägen mit das wunderbare Gesamtbild dieser Perle an der Côte.

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Weiter mit Nizza...