Der Südwesten
Der Südwesten Mallorcas
Geprägt wird die Teil der Insel durch den gewaltigen Gebirgszug der Serra Tramuntana, der sich vom äußersten Südwesten bis in den Norden der Insel erstreckt. Die zahlreichen Gipfel sind bis knapp 1.500 m hoch und fallen meist schroff ins Meer ab. Eine Fahrt über schmale Straßen und enge Serpentinen an dieser wild romantischen Steilküste entlang bleibt unvergessen und gehört sicherlich zu den Höhepunkten eines Mallorca-Urlaubs.
Bedingt durch die Steilküste gibt es hier kaum Strände. Die Gegend ist deshalb touristische wenig erschlossen. Nur wenige, verträumte Dörfer schmiegen sich mit ihren engen Gassen an die steilen Hänge der bewaldeten Berge, zahlreiche Miradore (Aussichtspunkte) eröffnen Ausblicke auf die bizzare Küstenlinie, eine Gegend mit einem ganz besonderen Reiz. Hier mal einen Wanderurlaub zu verbringen, könnte auch ein Ziel für einen kommenden Mallorca-Urlaub sein.
Estellencs
Ein pitoreskes Beispiel für ein solches Bergdorf ist Estellencs an der Straße zwischen Andratx und Valdemossa gelegen. Die geschmückten Häuser, die engen, teilweise steilen Gässchen prägen das Bild dieses hübschen Dörfchens.
Einige Läden mit Kunsthandwerk sowie einige Cafés und Restaurants laden zum Stöbern bzw. Verweilen ein. In der näheren Umgebung findet man einige Wach- bzw. Wehrtürme in exponierter Lage hoch über dem Meer.
Sant Elm
Auf der Fahrt von Estellencs Richtung Süden über eine schöne Panoramastraße erreicht man schließlich über das Dorf S' Arracó, das in ein schönes Tal eingebettet ist, weiter über eine schmale, kurvenreiche Straße das Dörfchen Sant Elm, das "Ende der Insel" (Westspitze). Dieser abgelegene Fischerort scheint sich nur zögerlich zu einem Ferienzentrum zu entwickeln, obwohl er nur unweit der bekannten Touristentzentren im Südwesten liegt. Er verfügt über einen Kiesstrand und ein kleinen Sandstrand sowie abgelegene Felsbuchten.
Die verkehrsberuhigte Dorfstraße ist von schmucken, niedrigen Wohn-(Ferien-?)häusern umsäumt. Wir fanden dort einige Cafés und Restaurants vor. Ferner gibt es hier etwas oberhalb einige nicht sehr große Hotels und Ferienanlagen, die das ansprechende Ortsbild nicht weiter stören. Insgesamt hatte es uns Sant Elm sehr angetan.
Port d'Andratx
Das einige Kilometer landeinwärts liegende alte mallorquinische Städtchen Andratx haben wir uns für eine spätere Reise aufgehoben und nur durchfahren, um in den dazugehörenden, 4 km entfernt liegenden Hafen Port d'Andratx zu gelangen.
Der Hafen liegt in einer landschaftlich reizvollen Bucht und erinnert nur entfernt daran, dass er einst nur ein kleiner Fischerhafen war und der Ort nur aus ein paar Fischerhütten bestand. Längst haben Europas Reiche Besitz von der Bucht ergriffen. Prächtige Geschäfte, edle Hotels, Luxuslimosinen auf den Straßen, luxuriöse Villen in der näheren und weiteren Umgebung sind ein Beleg dafür.
Dennoch hielt sich der Trubel zumindest an dem Tag, an dem wir dort waren, doch in Grenzen. Wir fanden einen Spaziergang entlang des Hafens, bei dem wir an einer Reihe sehr ansprechenden Restaurants und Cafés vorbeigekommen sind, sehr angenehm. Am Ende der Promenade fanden wir ein schönes Restaurant, in dem wir auch (sehr gut) zu Mittag gegessen haben.
Zurück Richtung Palma
Die Rückfahrt in Richtung Palma führt durch eine landschaftlich recht ansprechende Gegend, war aber durch einige baustellenbedingte Staus etwas nervig und wird uns deshalb in nicht so angenehmer Erinnerung bleiben.