Abseits der Küste
Städte etwas abseits der Küste
Der Süden Mallorcas ist im Gegensatz zum gebirgigen Rest der Insel sehr flach und ländlich geprägt, das heißt man hat häufig nicht das Gefühl in einer Tourismusregion zu sein, obwohl es nicht so ist. Denn auch dort gibt es eine Reihe von Hotels und Ferienanlagen.
Unsere Touren im Süden führten uns auf meist einsamen Pisten an der Küste entlang oder auch in das Hinterland in ursprüngliche Landstädte, die weitgehend noch den Mallorcinern vorbehalten sind und in der der Tourismus sicherlich nicht die erste Geige spielt.
Campos
Campos ist beispielsweise so eine Stadt (6.500 E). Sie liegt ca. 15 km nördlich von Colonia de Sant Jordi im Inselinneren in einem bäuerlichen Umfeld. Die Landwirtschaft und nicht der Tourismus prägt das Leben in dieser Stadt.
Tagsüber macht die Stadt einen recht verschlafenen Eindruck. Die Fensterläden sind verschlossen und man hat nicht den Eindruck, als machen sich die Einwohner groß Gedanken über die Touristen. Der blaue Fiat ist übrigens unser Mietwagen, der uns eine Woche lang über 1.000 km über die Insel fuhr.
Santanyi
Auch in Santanyi verläuft das Leben eher geruhsam. Das 7.000-Einwohner-Städtchen liegt rund 15 km Santanyi östlich von Campos. Auch hier hat man den Eindruck, dass eher die Landwirtschaft als der Tourismus das Leben der Einheimischen bestimmt. Geprägt wird das Ortsbild besonders im historischen Stadtkern, ähnlich wie in Campos, von einem gelben, ockerfarbenen Ton der Häuser. Besonders gut hat uns hier der Platz im Zentrum vor der Kirche Església Sant Andreu Apòstol, an dem es einige kleine Lokale gibt. In einem davon haben wir mittags gegessen.
Felanitx
In einer Ebene aber bereits an den Ausläufern der Serres de LLevant, wie der Gebirgszug, der den Osten Mallorcas prägt, heißt, liegt das Städtchen Felanitx (14.500 E) ca. 12 km nordöstlich von Campos. Das Wein- und Handwerkerzentrum (Keramik) liegt am Fuß des Klosterberges Sant Salvador.
Manacor
Schließlich bleibt noch Manacor zu erwähnen, die zweitgrößte Stadt Mallorcas (30.000 E). Sie macht den Eindruck einer Industriestadt und wirkte auf uns eher uncharmant und hässlich. Vielleicht hätte uns ein Spaziergang durch die engen Gassen im kleinen historischen Zentrum zu einem anderem Urteil kommen lassen, wenn zu dem Zeitpunkt unseres Besuchs (Samstagnachmittag) nicht gerade der Markt zu Ende gewesen wäre und die Überreste in den Gassen um die Kirche verteilt gewesen wären. Auch waren alle Geschäfte geschlossen, was die Öde und Tristesse noch verstärkte. Aber daran waren wir natürlich selbst schuld, weil wir hatten ja den Besuchszeitpunkt so gewählt.