Das Innere
Auf zur Mitte
Die Gegensätze könnten krasser nicht sein, hier die laute touristisch erschlosse Costa Canaria und schon wenige Kilometer weiter nördlich die ruhige. stille, beeindruckende Bergwelt Gran Canarias. Vulkanisches Gestein, steil aufragende Berge, tiefe Täler, Palmenoasen, schmale Serpentinen, ruhige, beschauliche Bergdörfer bestimmen hier das vorwiegend grüne Bild.
Mundo Aborigen
Verläßt man Maspalomas über Playa del Inglès in Richtung Norden steigt die Straße immer mehr an. Bereits nach 6 km erreicht man „Mundo Aborigen“ ein Freilichtmuseum, das auf einem Berghang hin zur Costa Canaria errichtet wurde. Auf einem riesigen Areal wird hier das Leben der „Urkanarier“ anhand verschiedener dörflicher Szenen dargestellt.
Das Gelände ist bestückt mit nachgebauten Rundhäusern, Werkstätten, Tiergehegen und sogar einer Begräbnisstätte. Fast ein komplettes Dorf wurde hier rekonstruiert. Lebensgroße Puppen geben Einblicke in die frühe Lebenumstände auf Gran Canaria. Ein Bummel durch das imaginäre Urdorf ist beeindruckend und eröffnet daneben zusätzlich noch phantastische Ausblicke auf die Costa Canaria, die einem geradezu hier zu Füßen liegt.
Fataga
Weiter führt die Fahrt durch eine landschaftlich schöne, mit vielen Palmen bewachsene Gegend vorbei an Arteara, einem Ausgangspunkt für Kamelsafaris, nach Fataga. Dieses stimmungsvolle, ausgesprochen hübsche, typisch kanarische Dorf liegt im „Tal der Tausend Palmen“ und ist umgeben von schroffen Felsen. Besondere Sehenswürdigkeiten findet man hier nicht. Das Dorf an sich ist eine Sehenswürdigkeit. Alte schmale Gassen mit Naturstein gepflastert werden von weißen, sauberen Häuschen umsäumt. Viele davon scheinen noch im Originalzustand erhalten zu sein. Zwei kleine Restaurants, zwei „Touristenfachgeschäfte“, und die sehenswerte Galerie eines deutschen Künstlers finden wir hier vor. Fataga gilt als schönstes Dorf Gran Canarias und ist deshalb einen Besuch wert.
San Bartolomé de Tirajana
Auf der immer steiler und kurvenreicher werdenden Straße durch die eindrucksvolle Bergwelt von Gran Canaria gelangen wir schließlich nach San Bartolomé de Tirajana. Dieses ruhige, unscheinbare Bergstädtchen ist der Hauptort des gleichnamigen Gemeindebezirkes, zu dem auch die Touristenorte der Costa Canaria gehören. Dies macht den Ort zu einer reichen Stadt. Dennoch erwirtschaften die Einwohner ihr Einkommen vor allem durch Obstanbau.
Das friedliche, ursprüngliche Bild von San Bartolomé de Tirajana wird bei einem kleinen Rundgang vorbei an wenigen Restaurants und Geschäften zu einer Aussichtsplattform am zentralen Platz noch verstärkt. Wir empfinden, dass hier vorwiegend ältere Kanarier leben. Manche Häuser machen auf uns einen eher verlassenen Eindruck. Bemerkenswert fanden wir die dreischiffige Kirche, die Iglesia de San Bartolomé, mit ihrem schönen Holzgewölbe und einem eindrucksvollen Hauptaltar im Inneren.
Die Weiterfahrt bietet immer wieder grandiose Ausblicke auf die Bergwelt Gan Canarias. Schroffe Bergrücken fallen in tiefe Täler ab. wir bestaunen bizarre Felsformationen, die Straße verläuft teils atemberaubend an steilen Felswänden entlang.
Sie führt uns schließlich zum Mittelpunkt der Insel, dem Roque Nublo. Dieser Monolith aus Basalt thront auf einem über 1.800m hohen Berg und gilt als eines der Wahrzeichen von Gran Canaria, das zugleich unseren Ausflug ins Innere der Insel beschließt.


