Limone
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Limone, wohl einer der bekanntesten Orte am Gardasee, liegt im oberen Nordwestteil des Sees. Dies ist wohl der Grund, warum der Besuch dieses Ortes bei uns einen zweispätligen Eindruck hinterließ.
Reizvolle Lage
Die besondere landschaftlich exponierte Lage verleiht diesem Ort einen ganz besonderen Reiz. Das Städtchen ist auf eine Felsterrasse gebaut, die am Fuß einer steilen, fast senkrecht aufragenden Felswand in den See hineinragt. Die Häuser haben wenig Platz und drängen sich auf der Felsterrasse bzw. schmiegen sich an die Felswand. Der nackte Kalk dieser Felswand und das Blau des Sees ergeben einen schönen Kontrast.
Obwohl der Name des Ortes nicht von der Limone (Zitrone) sondern aus dem Lateinischen "limes" (= Grenze) her rührt - hier verlief früher die Grenze zwischen Österreich und Italien - hatte der Anbau von Zitronen früher eine große Bedeutung. Noch heute sieht man die ehemaligen Limonenplantagen, die den Ort umgeben.
Beliebtes Ferienziel
Heute ist der Tourismus der wichtigste Einnahmezweig. Limone entwickelte sich zu einem der beliebtesten Ferienorte am Gardasee. Leider ist das auch dem Ortsbild anzusehen. Hotelkomplexe, die teilweise das Ortsbild bestimmen, sind nicht so nach unserem Geschmack.
Wir fanden bei unserem Besuch viele Touristen vor, worüber wir uns allerdings nicht beschweren wollen. Wir gehörten schließlich auch zu dieser Gattung. Durch die Enge war für uns jedoch die Anwesenheit vieler Menschen besonders störend.
Reizvolle Ecken
Allerdings gibt es auch schöne Ecken in Limone, wie zum Beispiel das stimmungsvolle kleine Hafenbecken oder die romantischen Gässchen in der Altstadt. Ferner verfügt Limone über eine schöne barocke Pfarrkirche. Insgesamt betrachtet hat es uns trotz der schönen, spektakulären Landschaft Limone nicht allzu gut gefallen.