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Elsässer Wein

weinglasDie elsässischen Weine genießen weltweit einen guten Ruf. Allerdings konzentriert sich der Weinbau fast ausschließlich auf Weißwein. Zu kaufen gibt es Wein im Elsass fast an jeder Ecke.

Viele Winzer vermarkten ihren Wein direkt, d. h. sie haben in einem Weinort oder einer Stadt ein Weingeschäft, in dem sie ihre Produkte anbieten und in dem man auch gerne die Weine probieren kann. Es ist auch möglich, direkt einen Winzer auf seinem Weingut zu besuchen. Zahlreiche Willkommenshinweise sind zu sehen, wenn man durch ein Weindorf schlendert.

Insgesamt sieben Rebsorten werden im Elsass angebaut:

  • Der Silvaner
  • Der Pinot Blanc
  • Der Riesling
  • Der Muscat
  • Der Pinot Gris
  • Der Gewürztraminer
  • Der Pinot Noir (einziger Roter)

Daneben gibt es noch den Gremant ein Schaumwein, der überwiegend aus dem Pinot Blanc hergestellt wird. Ebenfalls sehr bekannt ist der Edelzwicker. Dabei handelt es sich allerdings um keine Rebsorte, sondern um einen Verschnitt in der Regel aus Sylvaner mit einem Pinot, einem Riesling oder einem Gewürztraminer.

Ganz wichtig ist die kontrollierte Herkunftsbezeichnung, wichtig deshalb, weil man und Unterschied deutlich schmeckt und ebenso deutlich in seinem Geldbeutel spürt.

  • Die A.O.C. Alsace
    die am häufigsten vorkommende Bezeichnung, für einen Wein mittlerer Qualität.

  • Die A.O.C Alsace Grand Cru
    wird nur an Weine (ausschließlich für Riesling, Muscat, Pinot Gris und Gewürztraminer möglich) verliehen, die strengen Qualitäts- und Ertragserfordernissen entsprechen. Es gibt im Elsass nur insgesamt 50 dieser Spitzenlagen, die das Recht haben, die Bezeichnung Gran Cru zu tragen.

  • Die AOC Klevener de Heiligenstein
    wird exklusiv aus der seltenen Rebsorte Klevener hergestellt und wird in einem kleinen Gebiet um die Gemeinde Heiligenstein angebaut wird.

  • Die A.O.C. Gremant d'Alsace
    der bereits erwähnte Schaumwein, der nach der Champagnermethode hergestellt wird.

Für uns als Pfälzer wäre natürlich ein Vergleich mit unseren Weinen interessant. Wer ist nun der Bessere, der Elsässer oder der Pfälzer. Für uns ist das schwer zu beantworten. Wir sind keine Weinexperten sondern allenfalls Weinliebhaber, die sich mit dem Wirrwarr der verschiedenen Qualitätsstufen der deutschen bzw. der pfälzer und der französischen Weine nicht besonders gut auskennen. Aber gerade bei einem Vergleich die vergleichbaren Qualitätsstufen heranzuziehen, ist dabei wichtig.

Wir konsumieren beim pfälzer Wein in der Regel Qualitätsweine (Q. b. A. = Qualitätswein eines bestimmten von insgesamt deutschlandweit 13 zugelassenen Anbaugebieten), also Qualitätsweine aus dem Weinbaugebiet Pfalz. Vergleichen kann man unserer Auffassung nach diese Weine mit dem elsässer "AOC Vin d'Alsace". Uns fällt dabei auf, dass die pfälzer Weine durchweg etwas säurebetonter sind, was wir durchaus mögen. Sie bestechen durch ihre Frische und ihre Fruchtigkeit. Der Elsässer dagegen schmeckt ist bezüglichder Säure etwas zurückhaltender, was dem Wein eine gewisse Feinheit und Eleganz verleiht. Schwer zu sagen, welcher besser ist. Wir denken, es gibt kein "Entweder Oder" sondern ein "Sowohl Als Auch".

Wir haben in Kaysersberg aber auch Weine - vorwiegend Riesling und Pinot Gris - der Qualitätsstufe "A.O.C Alsace Grand Cru" verkostet. Das waren ausgezeichnete Tröpfchen. wir waren davon so angetan, dass wir einige Flaschen dieser Weine mit nach Hause genommen haben. Nicht besonders überzeugt waren wir von dem einzigen Roten im Elsass, dem Pinot Noir, vergleichbar mit unserem pfälzer Spätburgunder, der uns durchweg besser schmeckt.