Nur eine Tagesreise
Unser Wohnort Rodalben trennt lediglich eine Auto-Tagesreise von der Bretagne. Dennoch haben wir uns - so wie wir es häufig tun, wenn wir mit dem Auto unterwegs sind - für die Anreise zwei Tage Zeit gelassen. Dies gab uns die Chance, bereits auf der Hinfahrt das eine oder andere Highlight kennen zu lernen.
Vitré
Als Zwischenetappe hatten wir uns Vitré, eine kleine Stadt (13.000 Einwohner) am Ostrand der Bretagne, ausgesucht. Dieses mittelalterliche Städtchen mit einem historischen Kern liegt am Fuß einer Burg. Zur Übernachtung hatten wir uns in ein kleines Stadthotel am Rande der Altstadt einquartiert.
Mont-St-Michel
Auf unserer Weiterreise am nächsten Tag erlebten wir gleich einen besonderen Paukenschlag. Wir machten einen Abstecher nach Norden und besuchten den Mont-St-Michel, ein weltbekanntes Baudenkmal. Eigentlich gehört der Mont-St-Michel zur Normandie. Er liegt nur wenige Meter hinter dem Fluss Couesnon, der hier in den Antlantik fließt und die Grenze zwischen der Bretagne und der Normandie bildet.
Bereits um 706 soll auf dem damals noch vom Meer umspülten rund 80 m hohen Granitfelsen eine Kapelle errichtet worden sein, die im Laufe der Jahrhunderte mit unterschiedlichen Baustilen immer weiter zu einer Klosteranlage ausgebaut wurde. Der Mont-St-Michel ist mit einem Damm mit dem Festland verbunden. Die Bucht ist weitgehend versandet, sie soll aber, wie ich erst kürzlich gelesen habe, wieder renaturiert werden.