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Cabo Sao Vicente

Zum Ende Europas

cabo_sao_vicente_2_20070523_1581083667Lagos ist die letzte größere Stadt vor dem Cabo Sao Vicente, das rund 40 km von Lagos in südwestlicher Richtung entfernt liegt. Ab Lagos wird die Algarve immer "ruhiger". Es folgen noch einige kleinere Touristenzentren, wie beispielsweise im nahen Luz.

Naturschutzgebiet

Ab Burgau ist die Küste dann unter Naturschutz gestellt, was die touristische Bebauungsmöglichkeit erheblich einschränkt bzw. ganz verhindert. Dadurch blieb die ursprüngliche Landschaft der Algarve erhalten. Die Fahrt führt über die EN 125, der Hauptverkehrsader der Algarve. Hinter Lagos wird der Verkehr immer weniger. Wir fahren gemütlich und entspannt durch eine weite, freundliche, leicht hügelige Landschaft geprägt durch schmucke Dörfer, abseits liegende Gehöfte und Häuser. Stichstraßen führen zu den verschiedenen Stränden.

Über Vila do Bispo nach Sagres

Wir folgen, der EN 125 rund 25 km bis zum 1.500-Seelenstädtchen Vila do Bispo, ein ruhiges aber sehr hübsches Dorf, in dem sich ein Rundgang lohnt. Von dort biegen wir nach Süden auf die EN 268 ein um schließlich Sagres zu erreichen.

Die schlichten Häuser dieses Fischerortes mit rund 2.000 Einwohnern verteilen sich über ein karges Hochplateau. Ein klassischer Ortskern ist nicht vorhanden, dafür aber ein recht hübscher Fischerhafen. Obwohl Sagres nicht sonderlich spektakulär aussieht, ist es doch sehr geschichtsträchtig. Das nahegelegene Fortaleza de Sagres (ein Besuch lohnt) gilt als Zentrum der portugiesischen Entdeckungs- und Eroberungsgeschichte.

Von Sagres aus sind es nur noch rund 5 km über ein Felsplateau in westlicher Richtung bis zum Cabo Sao Vicente. Die Landschaft wird immer rauer und unwirtlicher, kein Baum, kein Strauch, man hat das Gefühl, am Ende der Welt zu sein. Wir fahren nach ca. 2 km am Fortaleza de Beliche vorbei, ehe wir nach weiteren 3 km das Cabo Sao Vicente erreichen, an dem die Straße endet.

Am "Cabo"

Das Cabo ist der südwestlichste Punkt des europäischen Festlandes und bildet die Spitze des Felsplateaus, dass wir bis hierher befahren haben. Von dort fallen die Felsen rund 60 m steil, teils senkrecht ins Meer und werden stürmend und tosend von den Wellen des Atlantiks umschäumt. Am "Ende Europas" steht innerhalb einer kleinen Festungsanlage ein Leuchtturm, den wir bei einem unserer Besuche im Laufe der Jahre auch einmal besichtigen durften.

Wir waren schon sehr oft hier und sind immer wieder von dieser grandiosen Natur fasziniert. Ein Blick nach Osten in Richtung Sagres fällt auf steile Felsnasen, die ins Meer abfallen. Dazwischen liegen Strände. Richtung Norden erhalten wir einen Eindruck von der phantastischen Westküste, der Costa Vicentina.

Die letzte Bratwurst...

Bei all unseren Besuchen wehte ein steife Brise, kein Wunder, dass an einigen Verkaufsständen neben allerlei Souvenirs und portugiesischen Spezialitäten dicke Pullover erhältlich sind. Eine besondere Attraktion stellt ein Bratwurststand eines inzwischen auch durch verschiedene Fernseh-Reiseberichte bekannten deutschen Einwanderers dar, an dem man die letzte Bratwurst vor Amerika essen kann.

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